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Geschichte Roms


Rom wurde laut der Gründungssage am 21. April 753 v. Chr. von Romulus gegründet. Romulus brachte später seinen Zwillingsbruder Remus um. Die Zwillinge die Kinder des Mars mit einer Vestalin. Sie seien auf dem Tiber ausgesetzt, von einer Wölfin gesäugt und dann von dem Hirten Faustulus am Velabrum unterhalb des Palatin gefunden und aufgezogen worden. Das Gründungsdatum Roms ist der Beginn der Zeitskala des Römischen Kalenders, lat. ab urbe condita, abgekürzt a.u.c. zu deutsch bedeutet dies von der Gründung der Stadt (Rom) an. Ausgrabungen auf dem Palatin fanden tatsächlich Siedlungsreste aus der Zeit um 1000 vor Christus.

Die Zusammenfassung einzelner Siedlungen zu einem Gemeinwesen könnte sich nach Auffassung der Historiker tatsächlich um das legendäre Gründungsdatum herum ereignet haben.

In der Antike war Rom ein Königreich, als erster Etruskerkönig wird Tarquinius Priscus (616 bis 578 v. Chr.) genannt. Nach Vertreibung des letzten etruskischen Königs Tarquinius Superbus 509 v. Chr. wurde Rom eine Republik. Obwohl sie sich 390 v. Chr. der Gallier kaum erwehren konnte, expandierte sie dennoch ständig, wozu im 3. und 2. Jh. v. Chr vor allem die Punischen Kriege und die Ausschaltung des Konkurrenten Karthago beitrugen. Nach langen innenpolitischen Wirren wurde zwar Gaius Iulius Caesar zum Herrscher auf Lebenszeit ernannt, 44 v. Chr. indessen ermordet. Ihm folgte jedoch nicht die Wiederherstellung der Republik mit ihrer Senatsherrschaft, sondern das Caesarenreich ("Kaiserreich") als Römisches Reich ("Imperium Romanum")

 

Damals war Rom bereits eine Millionenstadt. Caesars Erbe Octavian "Augustus" herrschte von 27 v. Chr. bis 14 n. Chr. und konnte von sich sagen, er habe eine Stadt aus Ziegeln angetroffen und eine aus Marmor hinterlassen. Der Ausbau Roms wurde durch den großen Brand unter Nero im Jahr 64 nur vorübergehend unterbrochen. Aus der Kaiserzeit sind noch viele Bauten oder deren Ruinen erhalten, so zum Beispiel das Kolosseum, das an der Stelle des Sees in Neros Goldenem Haus (lat. Domus Aurea) ab 72 errichtet und von Titus 80 n. Chr. vollendet wurde, um die Erinnerung an Nero auszulöschen und den Grund den Römern zurückzugeben, das ForumRomanum, die Trajanssäule, das Pantheon und die Engelsburg, aber auch das Grabmal des Eurysaces an der Porta Maggiore und der Tempel der Minerva Medica. Mit ein Grund für den Aufstieg Roms zum Zentrum der antiken Welt waren die Aquädukte, von denen einige noch heute in Betrieb sind.

Die römische Zivilisation entwickelte die lateinische Sprache. Später war sie Jahrhunderte lang die Sprache der Wissenschaft. Heute ist sie nur noch im Vatikan Amtssprache (siehe auch Liste der Amtssprachen).


Auch die im 3. Jahrhundert gebaute Aurelianische Mauer konnte nicht verhindern, dass das jahrhunderte lang unbesiegte Rom 410 von den Westgoten und 455 durch die Wandalen geplündert wurde. Nach dem Untergang des Weströmischen Reiches gehörte Rom zwar zunächst formell noch zum Oströmischen Reich, die Ordnungsfunktionen wurden jedoch in den Zeiten der Völkerwanderung mehr und mehr vom Papsttum ausgeübt.

Seit Pippin erlangte Rom, das im Mittelalter nur noch etwa 20.000 Einwohner zählte, neue Bedeutung als Hauptstadt des Kirchenstaates (Patrimonium Petri) und als bedeutendster Wallfahrtsort des Christentums neben Jerusalem und Santiago de Compostela. Neuer Glanz kam im Jahr 800 in die Stadt, als Karl der Große durch Papst Leo III. zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gekrönt wurde. Die Gräber der nach dem Brand Roms unter Nero im Jahre 64 hingerichteten Apostel Simon Petrus und Paulus sowie unzählige andere Reliquien verhießen ab 1300 in den Heiligen Jahren den Pilgern außergewöhnliche Gnaden und Ablässe. Das Aufblühen Roms in der Renaissance wurde 1527 durch das Sacco di Roma ("Plünderung Roms") unterbrochen, als die Södnertruppen Karls V. Rom plünderten und verwüsteten.

In christlicher Zeit sind viele bedeutende Bauten entstanden, so zum Beispiel die so genannten vier Patriarchalbasiliken Sankt Paul vor den Mauern über dem Grab des heiligen Apostels Paulus aus dem 4. Jahrhundert, der Lateran, ebenfalls aus dem 4. Jahrhundert, von Francesco Borromini barockisiert, Santa Maria Maggiore aus dem 5. Jahrhundert und vor allem der Petersdom, der in der heutigen Form aus der Renaissance und dem Barock stammt.
 

Insgesamt fand in der Renaissance und im Barock die Stadt ein neues Gepräge, das hauptsächlich von Kirchen bestimmt wird, aber auch von neuen Straßenzügen mit Sichtachsen auf Obelisken, Palästen und Plätzen mit Brunnen. In diesem Zustand ist Rom bis heute verblieben, weshalb die römische Altstadt neben dem Vatikan eines der beiden Weltkulturerbe in Rom darstellt.

Nach dem Ende des Kirchenstaates wurde Rom 1871 die Hauptstadt des neuen Italien. Unter Mussolini wurden die Differenzen zwischen Staat und Kirche durch die Lateranverträge mit dem Heiligen Stuhl1929 beendet und der unabhängige Staat der Vatikanstadt begründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg verließ 1946 der König das Land, und Italien wurde Republik. 1960 fanden in Rom die XVII. Olympischen Sommerspiele statt. Im Jahr 2000 erlebte die Stadt einen beispiellosen Pilgerandrang. Allein zum Gottesdienst am Weltjugendtag kamen 2 Millionen Menschen.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Rom aus der freien Enzyklopädie Wikipedia  und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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